Die ehemaligen Zerbster Kneipen
Gasthaus „Deutsche Schenke“ auch das Apostelhaus genannt. Seit 1560 bereits Gasthaus. Im Jahre 1610 Besitzer des Hauses Jacob Hinnickes. Am 16. April 1945 leider den Bomben zum Opfer gefallen.
Doch es spricht mein lieber Freund:
und ich frage, Scherz bei Seite,
gibt`s in Zerbst denn keine Kneipe?
Denn der Durst, er plagt mich schier,
gern tränk`ich jetzt ein Gläschen Bier.
Lieber Freund ! Entschuld`ge sehr,
Kneipen gibt`s wie Sand am Meer;
So, hier ist der „Kaiserhof“
oder geh zur „Hopfenblüte“,
führ dort Helles zu Gemüte.
Trinkest Würzbürger du gern,
gehe in den „Goldnen Stern“.
In der „Klappe“ trinkt man fein
einen guten alten Wein
„Gold´ner Ring“ winkt auch dir zu,
wünschst noch ein Gläschen du?
Gärtnermeister und Heimatdichter Carl Jünemann
auf der Alten Brücke - 1907
Als es noch die alten Kneipen und Brauereien gab!
Alles über die ehemaligen Kneipen und Brauereien in Zerbst.
Ein Kneipenbummel mit Helmut Hehne, Zerbst
Das Zerbster Schützenhaus hatte eine sehr lange Tradition.
Leider ist es in jüngster Zeit dreimal abgebrannt worden und nun abgetragen worden.
Viele ja unzählige Generationen können hier ihre ganz persönlichen Geschichten erzählen. Auch viele politische Entscheidungen wurden hier getroffen.
Ein Stück Geschichte gibt es nicht mehr!

Schützenhaus

Schützenhaus um 1904
Hotel Anhalt
Im Jahre 1717 erbaut
Bürgermeister Clemens Stresow war
Besitzer des „Anhalter Hof“
1800 „Zum gekrönten goldenen Adler“
1820 „Zum goldenen Helm“
danach „Hotel d`Anhalt
heute nur Hausinschrift „Hotel Anhalt“

Hotel Goldener Löwe auf dem Markt
Ausflugslokal „Friedrichsholz“ (Waldfrieden) Wer kennt noch das schöne Singen der Chöre der Stadt Zerbst zu Pfingsten?
Ein Gastwirt mit Humor!
Gastwirt Bernhard Eltze vom „Vogelherd“
(1855 bis 1860) später der Begründer des Restaurants „Zur Klappe“ auf der Alten Brücke, hatte sich zu Pfingsten reichlich eingerichtet. Am 1. Pfingstfeiertag früh aber fing es tüchtig an zu regnen. Mittag regnet es noch immer wie Bindfäden.
Wutschnaubend reißt Eltze das Fenster auf und schmeißt die gerade liegenden Spargel und Salatköpfe zum Fenster hinaus und ruft hinterher: „Da lieb`r Jott, friss se selb`r!“

Gaststätte und Restaurant Von Rephuns Garten im Jahre 1936 innen...

...und aussen
Grabinschrift eines Brauers
Hier liegt der Brauer Sax.
Das Bier gab ihm den Knax,
Der Branntwein ihm den Knix,
drum starb er auch so fix.
Gastwirtschaft „Zu den drei Kronen (hinten rechts) Verbindungsstraße zwischen Rennstraße und Schleibank
„Sauft der liebe Jott ooch so wie ich!“
Gustav Nagel war wieder einmal in Zerbst. Während
er bei „Ce-je Fischer in die Gaststätte kam, begegnet er den Geheimrat Robitsch. Der alte Herr hatte immer seinen Vers zum Morgentrunk: „Die wärmsten Jäckchen sind die Kognäckchen!“
nagel sagte dann zu ihm:“So stell ich mir den lieben Gott vor, wie sie so aussehen!“ (Robitsch mit weißem Haar und langem Bart) Darauf antwortet
Robitsch: So? Sauft der ooch so wie ich!“

"Zu den drei Kronen"

Dornbuger Tor links das Restaurant zur guten Quelle
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| Gasthof zur Münze auf der Heide | Goldener Anker Breite Strasse | Zur guten Quelle Dornburger Platz |

"Haus des Handwerks" Ende der 70er

Das Gildehaus heute Das Gildehaus hat eine lange Geschichte. Unmittelbar davor an der Ecke stand früher ein Ziehbrunnen, Breitborn genannt, der nach den Quellen das beste Brauwasser der Stadt lieferte. Das Brunnenhaus stellte zuletzt eine Pyramide dar. Am Brunnen stand: Batavia lobte meine Quelle. Sieh her! Mein Bier, so silberhelle zweimal die Linie passiert!
Der Zerbster Volksmund hatte für manche Schankwirtschaften besondere Ausdrücke:
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Zerbster Schützenhaus – „Pressluftschuppen“
Zur Goldenen Kugel – „Mutter Grausam“
Heidelberger Faß – „Sechs Titten“
Fleischerei und Gastwirtschaft Krüger – „Kackarsch Krüger“
Gartenlokal Obstmustergarten – „Höhe 904“
Gartenlokal Amtsmühlenweg – „Petroleumkneipe“
Gaststätte Eckert – „Beim Pollaken“
Gaststätte Zu den drei Kronen – „Beim Dummen“
Restaurant Vogelherd – Bei „Ate“
Gaststätte Zur Eisenbahn – „Toni Dorn“
Germania (Breite) – „Schmales Handtuch“
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Geschichte des VEB Brauhaus Zerbst
bis zum Jahre 1942 – Riebeck - Pfannenberg
dann Brauhaus Carl Pfannenberg G.m.b.H.
1947 Gründung auf Weisung das „Brauhauses Zerbst“.
1950 VEB Brauhaus Zerbst.
1963 Einstellung der Bierbrauerei, nur noch Abfüllung
und Zugehörigkeit zum VEB Getränke Magdeburg.
1974 zum VEB Getränke umfunktioniert und in Zerbst Zusammenschluss mit Fa. Schmidt und Fa. Petzold,
anschließend dem VEB Getränkekombinat Magdeburg zugeordnet.
Im Mai 1993 durch die Treuhandanstalt übernommen,
die Arbeitsstätte wurde geschlossen – Mitarbeiter entlassen!
















